Kosten pro Tragen: Kleidung und Schuhe nach echter Nutzung vergleichen

2026-07-19

Ein günstiges Preisschild kann teuer werden, wenn Passform, Anlass oder Pflege die Nutzung begrenzen. Entscheidend sind protokollierte Tragevorgänge statt Markenversprechen.

Kurzantwort

Kosten pro Tragen sind (Kauf + Pflege und Reparatur − Netto-Wiederverkauf) ÷ tatsächliche Tragevorgänge. Eine Jacke für 130 €, mit 0,70 € Pflege je Tragen, 100 Nutzungen und 25 € Nettoverkauf kostet (130+70−25)÷100 = 1,75 €/Tragen. Eine Alternative für 2,10 € wird nach 75 Tragevorgängen teurer. Bei nur 50 Nutzungen kostet die Jacke 2,80 € und verliert.

Diese Angaben brauchen Sie

  • Tatsächlicher Kaufpreis samt nicht erstatteter Lieferung
  • Protokollierte oder vorsichtig erreichbare Tragevorgänge
  • Waschen, Trocknen, Bügeln oder Reinigung je Tragen
  • Änderung, Besohlung, Imprägnierung und Reparatur
  • Netto-Wiederverkauf nach Gebühren, Versand und Aufbereitung
  • Kosten je Tragen einer gleichwertigen Alternative
  • Passform, Komfort, Wetter, Anlass und Kleiderordnung
  • Nähte, Gewebe, Sohle und Pflegeanforderungen als Haltbarkeitsgrenzen

Formel

Kosten je Tragen = [Kauf + Pflege je Tragen × Tragevorgänge − Nettoverkauf] ÷ Tragevorgänge. Gewinnschwelle = (Kauf − Nettoverkauf) ÷ (Alternative je Tragen − Pflege je Tragen), nur wenn die Alternative über der laufenden Pflege liegt.

Rechenbeispiel

Jacke: [130 € + 0,70 € × 100 − 25 €] ÷ 100 = 1,75 €/Tragen. Alternative: 2,10 €. Gewinnschwelle = (130−25) ÷ (2,10−0,70) = 75 Tragevorgänge. Bei 50 kostet die Jacke 2,80 €.

Sensitivitätsprüfung

Szenario Geänderte Annahme Ergebnis
Nur 50-mal getragen 100 wird 50 2,80 €/Tragen; Alternative gewinnt
Kein Wiederverkauf 25 € wird 0 € 2,00 €/Tragen
Pflege kostet 1,50 € 0,70 € wird 1,50 € 2,55 €/Tragen
160-mal getragen 100 wird 160 1,36 €/Tragen

Kosten pro tatsächlichem Tragen berechnen

Grenzen der Rechnung

  • Besitzzeit, Schranktage oder Urlaubsgepäck sind keine Tragevorgänge.
  • Nettoverkauf konservativ nach Gebühren und Aufwand ansetzen; ohne Markt null.
  • UBA weist darauf hin, dass Langlebigkeit nicht einheitlich definiert ist und Siegel sie nicht automatisch belegen.
  • Nur gleiche Passform, Schutzfunktion, Saison und Gelegenheit vergleichen.

Quellen und Prüfung

Zuletzt geprüft:

Rechner für Kosten pro Tragen

Erreichbare Nutzungen und Nettoverkauf nach allen Kosten verwenden.

Dieser Artikel je Tragen
Alternative je Tragen
Tragevorgänge bis Gewinnschwelle

Lokale Berechnung; keine Marken-Rangliste.

Langlebigkeit nicht aus einem Siegel ableiten

Das Umweltbundesamt beschreibt Langlebigkeit bei Bekleidung als nicht einheitlich definiert. Prüfen Sie Nähte, Gewebefestigkeit, Sohle und Reparaturmöglichkeit und rechnen Sie mehrere erreichbare Nutzungszahlen.

Weniger, aber richtig pflegen

UBA empfiehlt, so oft wie nötig und so wenig wie möglich zu waschen. Pflegekosten und Lebensdauer hängen zusammen; beide gehören als Szenarien in die Entscheidung.

Allgemeine Verbraucherinformation, keine Finanz-, Textilpflege- oder Produktempfehlung.

Häufige Fragen

Wie lautet die Formel?
Kauf plus Pflege und Reparatur, minus Netto-Wiederverkauf, geteilt durch tatsächliche Tragevorgänge.
Darf ich geplante Nutzungen ansetzen?
Nur als Szenario; das Hauptergebnis sollte auf einem Protokoll oder einer vorsichtigen Erwartung beruhen.
Welchen Wiederverkauf trage ich ein?
Den Nettoerlös nach Gebühren, Versand, Aufbereitung und realistischer Verhandlung.
Zählt Pflege mit?
Ja: Waschen, Trocknen, Bügeln, Reinigung und Reparatur, soweit dem Artikel zurechenbar.
Belegt ein Siegel automatisch Langlebigkeit?
Nein. Das Umweltbundesamt warnt vor diesem automatischen Schluss.